Wer bin Ich? – Wer bist du? und wer zum Henker ist dieser „ICH“?
Bist du auf Arbeit der selbe, der du auch zuhause bist?
Bist du Zuhause genauso wie in der Gemeinde?
Die Frage vielmehr ist, Wer bist du? wer bist du gerade? oder wer willst du eigentlich sein?
Verstellst du dich für andere? Damit SIE (DU) gemocht wirst? Denn das bist dann nicht mehr du sondern das sind SIE.
Ab wann höst du auf, du zu sein? und wo beginnt „Sie“ zu sein?
Es ist nicht leicht immer einer selbst zu sein, schon gar nicht in einer Beziehung. Oft fängt man dort an nicht mehr einer selbst zu sein sondern man zieht sachen vom Partner an.
Es ist leichter dem Streit aus dem Weg zu gehen und die Meinung des anderen anzunehmen als auch mal mit dem Liebsten zu streiten und andere Meinung zu sein.
Bis wohin ist es ein WIR und ab wo ist es ein „ICH“? Ab wo ist es die Meinung eines einzelnen und ab wo ist es ein Kompromiss?
Es ist nicht leicht, ich und wir zu trennen. Man muss kompromisse eingehen und auch mal zurückstecken.
Aber der größte Fehler ist, sich selbst zu verstellen und nicht mehr einer selbst zu sein.
Ich hab in meiner letzten Beziehung gemerkt, das sich der Partner verstellt hat vor mir, vor Freunden und vor sich selbst. Ich finde es traurig, wenn man in einer Beziehung nicht mehr „ich“ sein kann. sondern ein ich, das nicht er ist, sondern das ICH des Freundes, der Freunde, der Gesellschaft ist. Es ist wichtig, das man immer noch einer selbst bleibt.
Ich merke jetzt, was ich in meiner neuen „Beziehung“ habe. Es ist wichtig, mit offenen Karten zu spielen. Es ist wichtig das man sich auch mal streitet und nicht einer Meinung ist. Es ist aber auch wichtig, das man sich wieder verträgt und gemeinsam einen Weg findet. Ich genieße gerade diese Offenheit, diesen Freiraum ICH zu sein und nicht jemand anders. Es ist toll zu wissen, es gibt jemanden der dich so mag wie du bist, mit allen Fehlern und schwächen. Es ist toll jemanden an der Seite zu haben, der nicht versucht dich zu etwas zu zwingen das du nicht willst. Es ist toll, das ich ICH sein darf und nicht irgendjemand anders.
Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute ist so nah?
Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute ist so nah?
Wenn man es genau nehmen würde, müsste man sagen „Wir lebe voneinander getrennt“ 100te km liegen zwischen Ehrenfriedersdorf und München. Manche Paare sind sogar über ganze Meere und unterschiedliche Zeitzonen getrennt. Wacht der eine auf, geht die andere ins Bett. Läuft der eine im dicken Wollpulli rum, geht die andere surfen.
Manche Partner halten diese Distanz nicht aus. Sie sagen: „Ich will meinen Freund oder meine Freundin ganz oft sehen.“ Und dann gibt es Paare, die wohnen zusammen, sehen sich jeden Tag und gehen sich irgendwann auf die Nerven. Da würde etwas Distanz ganz gut tun.
Die Kunst liegt wohl darin, Beziehungen weniger durch „nah“ oder „fern“ zu beschreiben, sondern sie einfach das sein zu lassen, was sie sein will.
Warum in die Nähe schweifen, wenn das Ferne ist so gut?